Gefahrenlage oder Gerüchteküche?

Seit drei Tagen berichten ein paar Unterstufenschüler davon, über einen Mann erschrocken zu sein, der sich abseits des Schulweges auf dem Feld, auf der Wiese oder hinter einem Busch aufgehalten habe. Diese Person soll eine Kapuze/Mütze oder Maske getragen haben. Seitdem breitet sich diese Aussage nicht nur innerhalb unserer Schule wie ein Lauffeuer aus, sondern schwappt bereits via social media an andere Schulen über.

Mittlerweile wird bereits von einem Mann mit Messer berichtet bzw. fühlen sich Schüler verfolgt. Da wir die Berichte der Kinder ernst genommen haben, wurde unsererseits umgehend die Polizei darüber in Kenntnis gesetzt. Die Beamten kontrollieren seitdem engmaschig die Schulwege und die Schulumgebung. Es wurden keine Anhaltspunkte oder auffällige Personen gefunden. Vielmehr wurde u.a. heute früh unser Hausmeister während seiner Runde als „der Messermann“ gemeldet.
Man kann selbstverständlich niemals ausschließen, dass sich Personen im Umfeld von Schulen befinden, die befremdlich wirken, Panik verursachen oder sogar schlimmsten Falles Böses im Schilde führen.
Ich möchte mich aber ganz klar auf die vorliegenden Fakten konzentrieren, da emotionale Interpretationen, oder auch die Gerüchteküche meist die Sachlage sehr verfälschen.
Es kann ganz eindeutig gesagt werden, dass bislang keine verdächtige Person im Umfeld unserer Schule aufgefunden wurde. Selbst innerhalb der Aussagen der Unterstufenschüler war keine Rede von einem „Mann mit Messer“. Die angeblich beobachtetet Person hat sich den Kindern nicht genähert, hat diese nicht angesprochen und auch nicht angefasst. Es bleibt daher ungeklärt, ob es diese gesichtete Person tatsächlich gibt, oder ob es sich evtl. nur um einen Jogger oder Spaziergänger handelt. Allerdings stellen wir nicht in Abrede, dass sich die Unterstufenschüler sehr erschrocken haben.
Um die Sachlage eindeutig aufzuklären, wird die Polizei weiterhin wachsam sein und die Kontrollen noch fortsetzen.
Wir bitten alle besorgten Erziehungsberechtigten von weiteren Anrufen unter „110“ bei der Polizeizentrale in Ludwigsburg abzusehen. Nach Aussagen der Polizei sowie unter Heranziehung aller Anhaltspunkte sehen wir keine erhöhte Gefahrenlage.

Als logische Schlussfolgerung dieser aufwühlenden Umstände haben wir die für die heutige Halloween-Party geplante „Nachtwanderung“ auf der Finnenbahn abgesagt. Die Party findet somit nur noch im Schulhaus statt. Nachdem mittlerweile bereits um 18:00 Uhr die Dunkelheit eintritt sollten die Kinder (wie auch in den Jahren zuvor) nicht lange allein zur Abholung an der Bushaltestelle stehen bzw. den Nachhauseweg in Gruppen antreten.

Martina Fuchs

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