Blocktagdialog im Dunkeln

In völlig abgedunkelten Räumen führen blinde Menschen das Publikum in kleinen Gruppen durch eine Ausstellung. Aus Düften, Wind, Temperaturen, Tönen und Texturen wird ein Park, eine Stadt oder eine Bar gestaltet. Alltagssituationen, die in unsichtbarer Form eine völlig neue Erlebnisqualität erhalten. Ein Rollentausch findet statt: Sehende Menschen werden herausgelöst aus sozialer Routine und gewohnter Rezeption. Die Klasse 9b machte sich an unserem Blocktag im November auf den Weg auf diese Reise ins bekannte Fremde.

Museum - Das hört sich eigentlich erst einmal ziemlich langweilig und uninteressant an. Doch für uns, die Klasse 9b, wurde ein Museum zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Rede ist von „Dialog im Dunkeln"

Um 8 Uhr morgens ging es mit dem Bus los nach Frankfurt a.M., wo unser Ziel des Blocktages lag.

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Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden, die jedoch relativ schnell vorbei gingen.

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Dort angekommen, standen wir vor einem hellen, einladenden Gebäude, das zuerst gar nichts von „Dunkelheit" versprach. Nach kurzer Wartezeit hatten wir einen kleinen Workshop mit einer blinden Mitarbeiterin. Sie erzählte uns von ihrem Alltag und den Schwierigkeiten, mit welchen sehbehinderte und blinde Menschen tagtäglich zu kämpfen haben.

Auf die Aufforderung hin, das „Dunkel" und „Hell" zu beschreiben, wusste keiner eine Antwort, was einige auch hinterher noch beschäftigte.

Nach dem Workshop, teilten wir uns in vier Gruppen auf und alle 15 Minuten wurde eine Gruppe ins eigentliche Museum geführt.

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Die „Führung" dauerte eine Stunde, in der wir erlebten, wie interessant, gefährlich, anspruchsvoll und beängstigend das Leben von Blinden sein kann. Denn in den Räumen herrschte völlige Dunkelheit und wir erlebten verschiedene Szenarien selbst mit. Unser Tourguide selbst war blind, kannte sich jedoch bestens aus und führte uns sicher durch die Räume. Wir erlebten zum Beispiel den Wald und einen Wochenmarkt durch Riechen, Tasten und Hören. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit, sich an der Bar einen kleinen Snack zu kaufen, natürlich ebenfalls in völliger Dunkelheit. Und so kam auch der Sinn „Schmecken" ins Spiel. Nur eines konnten wir dieses Mal nicht: Sehen

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Es war uns allen eine große Erfahrung und ein spannender und unvergesslicher Tag. Wir danken Herrn Kästle und Frau Kautz für diese Möglichkeit und natürlich den Mitarbeitern vom Museum für die tolle Führung und den interessanten Workshop.

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Hier sehen Sie unsere Klasse während der Ausstellungsbesichtigung

 

Text und Bilder: Klasse 9b

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